Radierungen und Linolschnitte

Alle Werke sind Original-Radierungen oder Original-Linolschnitte vom Künstler Ludwig Gebhard. Sie sind auf jedem Bild rechts unten signiert und links unten nummeriert (oder mit Widmung). Gedruckt auf starkem Velin. Die Druckvorlage wurde nach dem Druck zerstört.

1971 Radierung
"Paar", (Aus dem Buch "Liebespaare in der deutschen Graphik des 20. Jhd." Katalog, Staatliche Graphische Sammlung München, 1972), Blatt 39,5 x 53 cm, Druck 24,5 x 32 cm, Nr. 2 von 25,

Preis (inkl. Buch): 490 Euro

1971/72 Radierung
"Liebespaar"
Blatt 23 x 22 cm, Druck 12 x 16 cm
Nr. 15 von 50, Preis: 390 Euro


1971 Radierung "Duo" (Tausch TA)

(Abb. 49 in Karl u. Faber 1973)
Blatt 26,5 x 32 cm, Druck 16.3 x 11.7 cm, Nr. 31 von 35, Preis: 190 Euro

1972 Radierung, "Duo" (Liebespaar)
(Abb. in "die Kunst" 8/1973)
Blatt 26,5 x 32 cm, Druck 17 x 12 cm
Nr. 13 von 45, Preis: 390 Euro

"Duo" assoziiert selbstverständlich zunächst etwas Musikalisches: ein Stück für zwei Ausführende, die miteinander konzertieren, die aufeinander angewiesen sind, sich gegenseitig ergänzen - also eine durchaus harmonische Sache, möchte man meinen. (...) zwei Arme so ineinander verschlungen, dass die Assoziation eines Blasinstrumentes sich sofort einstellt; zwei Menschen, die sich umarmen, einer davon als weibliches Wesen gekennzeichnet, der andere höchstwahrscheinlich ein Mann. Eine Liebesszene also? Der Betrachter wird unsicher: Die Köpfe dieser Wesen sind völlig gesichtslos... (aus "die Kunst 8/1973).


1972 Radierung
"Gespaltenes Wesen"
(Abb. in "die Kunst" 8/1973 und Abb. 55 in Karl u. Faber 1973, siehe auch Plakate Landshut und Teheran)
Blatt 26,5 x 32 cm, Druck 17 x 12 cm, Nr. 38 von 45, Preis (mit 2 Plakaten): 490 Euro

"Auf dieses schizophrene Moment verweist besonders die Farbradierung "Gespaltenes Wesen", in der Gebhard es unternommen hat, diesen Zustand der inneren Zerrissenheit und Widersprüchlichkeit auch äusserlich sichtbar darzustellen (...). Formal greift er dabei auf alte im Grunde kubistische Mittel zurück. So erscheinen hier Frontalansicht und Profil simultan übereinander projiziert; die Unentschiedenheit der Blickrichtung wird damit gleichzeitig zum Signum der generellen Desorientiertheit dieses Wesens. (aus der Zeitschrift  "die Kunst" 8/1973).

1975 Plakat zur Ausstellung
"Motiv Gespaltenes Wesen", Galerie Kunstkreis, Landshut
12.4. - 4.5.1975

1976 Plakat zur Ausstellung
"Motiv Gespaltenes Wesen"
Goethe-Institut Teheran
12.4. - 5.5.1976


1972 Radierung (Zinkätzung mit Aquatinta)
"Energiesklave BC-4" (Hausgeist)
(Abb. 53 in Karl u. Faber 1973)
Blatt 39,5 x 52,5 cm, Druck 32 x 24 cm, Expl. "Probe", Auflage 45, Preis: 590 Euro

ca. 1974 Radierung "Nachatomzeitaltermenschen"
Blatt 45 x 50 cm, Druck 25 x 32 cm, Nr. 6 von 25, ungewöhnliches Format und niedrige Auflage, Preis: 590 Euro

1974 Radierung (Zinkätzung)
"Geometrie einer Landschaft"
Blatt 33 x 43 cm, Druck 14,5 x 19,5 cm, Nr. 10 von 30,
Preis: 150 Euro


1976 Linolschnitt
"Gegensätzliches"
Blatt 36 x 30 cm, Druck 21 x 15 cm
Mit Widmung "Für meinen Freund Günter Arlt", Preis: 300 Euro

1987 Linolschnitt
"Figur in Rot" (Ausstellung Residenz Kempten 1997), Blatt 29 x 21 cm, Druck 18,5 x 13 cm, Nr. 19 von 50, Preis: 390 Euro


1987 Linolschnitt (Ankauf TA), "Krug", (Abb. in Texte zu Linolschnitten Mappe 2, 1987, Linolschnitte Mappe 1, 1992 und Titelbild der Postkartenserie 1993), Blatt 53 x 39.5 cm, Druck 29.5 x 21 cm, Auflage 35, Preis: 390 Euro (inkl. Postkartenserie)

Beim "Krug" (1987) beschränkte sich Gebhard (...) wieder auf einen Gegenstand, jedoch ist die Durch-dringung der Formen durchaus mit der der Trinkgefässe und Karaffen vergleichbar, allerdings nicht ein Durchdringen unterschiedlicher Gegenstände, sondern ein Ineinanderwachsen zwischen dem Blau des Bodens, dem Schwarz der Stehfläche, dem Weiss des Kruges und dem Rot des Hintergrundes. Die Unterscheidung zwischen Objekt und Umgebung wird unterbunden. (...) (Aus: Bernhard Graf, Linolschnitte, 1992).


1989 Linolschnitt
"Architektur-Landschaft" (Abb. im Buch Gebhard, Gensicke 1990 und in "Linolschnitte" 1992, 1. Mappe ), Blatt 59 x 41,5 cm, Druck 32.5 x 24 cm, 

Nr. 13 von 40

Andrea Gensicke schreibt über das Werk Architektur-Landschaft:

"Schon der Titel ist doppelbödig, denn der Bindestrich zwischen beiden Wörtern stellt eine Zäsur dar. Es handelt sich eben nicht um eine Architekturlandschaft, sondern um die Konfrontation der Begriffe Architektur und Landschaft. Diese "Landschaft" verwandelte sich unter den Händen des Menschen in eine kühle Konstruktion, und selbst das Gestirn zeigt Spuren eines künstlichen Eingriffs. (...)"

Preis (Linolschnitt mit Heft Gensicke): 370 Euro

1989 Linolschnitt
"Stilleben 1989" (Abb. im Buch Gebhard, Gensicke 1990)
Blatt 59 x 41.5 cm, Druck 32,5 x 24 cm, Nr. 29 von 50, Preis: 350 Euro


1989 Linolschnitt
"Birne“ (Ausstellung Hansen 1999)
Blatt 37 x 27,5 cm, Druck 18,5 x 13 cm, Nr. 37 von 55, Preis: 400 Euro

1990 Linolschnitt
"Stilleben 1990" (Abb. in Bernhard Graf "Linolschnitte" 1993, 2. Mappe)
Blatt 59 x 41.5 cm, Druck 32,5 x 24 cm, Expl. H.C. (Auflage 50)

 

"Im Stilleben '90 hat der Auflösungsprozess sogar noch zugenommen. Ein Innenraum ist nicht mehr zu identifizieren, er hat die Farbe der Gefässe in sich aufgenommen, eine Stehfläche ist nicht mehr zu erkennen, sie ist ganz und gar mit dem Geschirr verschmolzen. (...)

Alles ist in allem. Jede Farbe befindet sich in jedem Gegenstand, in jeglicher Umgebung. Jede Form lässt sich in jedem Objekt, in jeder Dimension erkennen. Nichts ist von einander zu trennen."

(Aus Bernhard Graf, 1993: "Signaturen gesellschaftlicher Praxis. Zu den Linolschnitten von Ludwig Gebhard")

Preis: 350 Euro


1991 Linolschnitt
"Weder Sonne noch Mond
(Abb. im Katalog Zähringer 1993, Bildbeschreibung G. Maruozzo 1995), Blatt 28 x 20,8 cm, Druck 15 x 11,5 cm, Nr. 61 von 80

"Eine andere Welt eröffnet sich in der Druckgraphik "Weder Sonne noch Mond", denn hier sind keinerlei organische Formen mehr festzustellen. Die Natur wurde durch weit in den dunklen Himmel ragende Konstrukte ersetzt, die durch die Simultanität unterschiedlicher Perspektiven in sich labil sind und undurchschaubar wirken. Aus: Bernhard G. Graf (1993).

"Weder Sonne noch Mond" kombiniert expressionistische Farbgestaltung und kubistische Flächenaufteilung mit surrealistischer Symbolik."

Aus: Giuseppe Maruozzo (1995).
Preis (inkl. Katalog Zähringer): 450 Euro

1991 Linolschnitt (Ankauf TA)

"Sequences"

Blatt 59 x 42 cm

Druck 32 x 24 cm, Nr. 32 von 45, Preis: 250 Euro

 


1994 Linolschnitt (Neunfarbendruck)

Tortenstück und Tasse (Abb. in Ausstellung Kolping 1995 und Gedenkschrift 2007), "Für meinen Freund und Sammler Günter Arlt zum 60igsten Geburtstag", Blatt 70 x 50,5 cm, Druck 42 x 30 cm, Auflage 30, Preis: 650 Euro.

Über dieses Werk schreibt Conradine Gebhard in der Gedenkschrift, 2007 (S. 56): "Der Linolschnitt "Tortenstück und Tasse" war eine umfangreiche Arbeit, die aus 16 Druckvorgängen besteht, hinzu kommt das Deckblatt. Die Idee zu dem vorliegenden Blatt hat folgenden Hintergrund: Ich esse immer gerne die Prinzregententorte und ich glaube, Ludwig hat diesen Gedanken aufgegriffen. Diese Torte hat sieben Schichten: wenn Sie die Schichten auf dem Blatt zählen, müssten es sieben sein. Ich kann mich an diesbezügliche Unterhaltungen mit Ludwig erinnern." Quelle: Gedenkschrift galerie-gebhard.de

1994 Linolschnitt (Ankauf TA), "Gliedertanz II"

Blatt 70 x 50 cm, Druck 42 x 30 cm, Mit Widmung "Für Herrn Stettmer", Preis: 350 Euro


1995 Linolschnitt "Für Günter Arlt" (Ausstellung Residenz Kempten 1997, Abb. in Ausstellung Hansen 1999, Geschenk Conradine Gebhard), Blatt 36,5 x 27 cm, Druck 18,5 x 13 cm, Nr. 6 von 40, unverkäuflich

 2000 Linolschnitt (Ankauf TA) "Halbfigur" (Abb. in Ausstellung Goethe-Inst. 2001, Ausstellung Bad Blankenburg 2003, Luise Finger 2005), Blatt 70 x 50 cm, Druck 42 x 30 cm, Mit Widmung "Für Rosi und Ernst" (Auflage 30), Preis: 350 Euro (kleine Transportschäden)

Ludwig Gebhards "Halbfigur" ist vom bekannten Renaissance-Typus weit entfernt. Zwar ist ein Oberkörper erkennbar, dessen signifikantesten Merkmale zum einen weibliche Brüste in Mehransichtigkeit und zum anderen der Gebhard'sche Ohrenkopf sind. Individuelle Züge, das Charakteristikum jeder Porträtdarstellung, verleiht Gebhard seiner Komposition hingegen nicht. (...)

Gebhard kombiniert in dieser Arbeit die Anonymität des modernen Menschen im Jahr 2000, der zur Kommunikation nur noch über technische Hilfsmittel fähig ist, mit der Androgynität. Ludwig Gebhards (erschreckende) Vision: Der anonyme und androgyne Mensch als Leitbild der Jahrtausendwende.

(Aus: Luise Finger, Ludwig Gebhard, Dr. Erdel Verlag Regensburg, Q40)


2001 Linolschnitt (Ankauf TA) "Zwei Häuser" (Abb. in Gedenkschrift 2007, S.8 und in der Kunstzeitschrift "mundus" 1/2010), Blatt 50 x 39 cm, Druck 26 x 19 cm, Nr. 20 von 30, Preis: 390 Euro

 

Rechts/unten: Ausschnitt aus der Zeitung "Mittelbayerische" vom 25. März 2010.


 

Interesse an den Kunstwerken? Kontaktadresse siehe unten.